Wie ein Narzisst das Leben und dich ansieht

Wie ein Narzisst das Leben und dich ansieht

“Ich werde deinen Geist und deinen freien Willen kontrollieren, so dass du anfängst zu glauben, dass du keinen eigenen Geist mehr hast.”
(In aller Kürze aus der Sicht eines Narzissten)

Wenn du zum ersten Mal mit mir verwickelt bist, wirst du immer zu mir gehören. Du wirst mein Eigentum, um zu tun, was ich für richtig halte. Deine Meinungen, Hoffnungen und Träume sind für mich unerheblich. Du musst aufhören, an dich selbst zu denken und meine Bedürfnisse über alles stellen. Gib mir all deine Zeit, Aufmerksamkeit und Bewunderung, sonst wirst du mit der Hölle bezahlen. Deine Hölle, nicht meine.

Am Anfang warst du das Zentrum meiner Welt. Bald werde ich das Zentrum von deiner sein.
Du wirst lernen, meine Version der Wahrheit zu akzeptieren. Ich werde niemals verantwortlich sein, wenn etwas schief geht und du kannst mir glauben, du wirst es sein. Das ist unvermeidlich. Erwarte nicht, dass ich jemals die Schuld auf mich nehme. Es wird niemals meine Schuld sein. Ich mache keine Fehler. Stattdessen werde ich die Schuld jedes Mal dir geben.

Ich werde dich dazu bringen, so zu denken, wie ich es tue. Ich werde deinen Geist und deinen freien Willen kontrollieren, so dass du anfängst zu denken, dass du keinen eigenen Geist mehr hast.
Du wirst so verwirrt sein, dass du anfängst, an deiner eigenen Realität, deinem Verstand und der Fähigkeit, dir selbst zu vertrauen, zu zweifeln.

Ich weiß, wer gut für dich ist und wer nicht. Wenn deine Freunde und Familie nicht zu meinem Team gehören, wirst du dazu gedrängt, manipuliert und schließlich gezwungen, den Kontakt abzubrechen. Wenn du dich von deinen Freunden und deiner Familie getrennt hast, bist du vollständig meiner Gnade ausgeliefert und kannst dich an niemanden außer mich wenden, um Unterstützung zu erhalten.

Ich werde deine Gedanken lesen. Ich weiß, was du denkst, auch wenn du dich selbst nicht kennst.
Ich stehe über dem Gesetz. Die normalen Regeln gelten für alle anderen, nicht für mich. Was früher dein war, gehört jetzt mir. Was mir gehört, gehört mir. Wenn ich etwas will, werde ich keine Bedenken haben, es zu nehmen. Ausleihen ist ein anderes Wort für permanenten Besitz und zwar mein Besitz.

Ich werde dein Glück oder den Mangel daran kontrollieren. Du wirst nicht glücklich sein, wenn dieses Glück nicht von mir bewirkt wird. Ich werde deine Stimmungen kontrollieren, damit meine Schmach zu deiner wird.

Du wirst keine Grenzen setzen. Ich werde diese als Hindernisse ansehen, die niedergerissen und überwunden werden müssen und es wird mir gelingen.

Frage mich niemals danach, wohin ich gehe oder was ich tue. Du hast kein Recht das zu wissen. Kritisiere mich niemals für mein Verhalten. Mein Verhalten ist immer vorwurfsfrei. Wenn du das nicht akzeptieren kannst, hast du keinen Platz in meinem Leben.

Was auch immer du für mich tust, wird nie genug sein. Du hättest mehr oder es besser machen können. So ist es und wird es auch immer sein. Erwarte keine Dankbarkeit von mir.

Ich werde immer mit deinen Bemühungen unzufrieden sein. Wenn du meine Unzufriedenheit bemerkst, wirst du dich immer mehr bemühen, um mich zufrieden zu stellen und beim nächsten Mal einen besseren Job zu machen.

Ich ziehe deine Fäden und du weißt es nicht einmal. Es amüsiert mich eine Zeit lang, deinen unendlichen Kampf zu sehen, um mir zu gefallen. Ich habe eine Sonderbehandlung verdient, du kannst dich der Herausforderung nicht stellen und hast die Erwartungen nicht erfüllt.

Die Torpfosten bleiben niemals statisch. Du wirst immer wieder bewegt, um meine unerreichbaren Erwartungen zu erfüllen.

Ich werde dich fortwährend niedermachen, damit du nicht wieder wirst, wer du einmal warst.

Wenn ich weitermache oder wenn du mich verlässt, werde ich dir zeigen, wie unbedeutend du für mich warst, wenn ich zu jemand anderem übergehe, als ob du nie existiert hättest.

Ich behalte mir das Recht vor, mich bei dir zu melden, wenn ich es für richtig halte. Du wirst mich mit offenen Armen empfangen, wenn ich für eine Weile in dein Leben zurückkomme. Nichts im Leben ist dauerhaft.

Wenn ich die Kontrolle über dich verliere, kontrolliere ich, wie andere Leute dich sehen. Ich werde die Leute wissen lassen, wie sehr du mich verletzt hast und sie werden mir glauben, weil ich bereits die Samen gesät habe.

Übergehe mich niemals. Ich werde niemals vergessen und ich werde niemals vergeben. Ich werde meine Rache bekommen.

Ich gewinne, du verlierst. So ist es halt.

Denke daran, dass du ohne mich nichts bist. Du brauchst mich. Ich brauche dich nicht.

Fußnote…
Denke daran, dass der Narzisst jemanden braucht und das mehr als du. Er kann nicht ohne eine Versorgung überleben. Wenn du das bemerkst, wirst du wissen, dass er nur sich selbst betrügt.