Langsam fange ich an zu begreifen, dass Liebe nicht dazu bestimmt ist, mich zu verletzen

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Langsam lerne ich an Taten, anstatt  in Worte zu glauben. Es ist wirklich einfach diese drei kleinen Worte zu sagen.

Es ist einfach, Komplimente zu geben. Es ist einfach, Versprechungen zu machen- aber, es ist weitaus schwerer sie einzuhalten.

Behaupten jemanden zu lieben, ist nicht genug. Wenn diese Liebe nicht durch nette Worte, eingehaltene Gelübde, fortwährende Anstrengungen gezeigt wird,  kann ich nicht glauben, dass sie echt ist.

Ich kann mich nicht mit einem “ Ich vermisse dich” oder “Es tut mir Leid”, dass nicht ehrlich gemeint ist, zufrieden geben.

Ich kann nicht blind an jemandes Worte glauben, wenn ihnen nicht Taten folgen.

Langsam fange ich an zu lernen, dass Fehler unumgänglich sind, aber, dass Fehler, die sich wiederholen, bewusst gemacht werden. Wenn mich jemand einmal verletzt, verdient er eine Chance es zu erklären, eine Chance die Dinge zurechtzurücken. Eine Chance auf Erlösung.

Doch, wenn sich die Fehler von zwei auf drei, von drei auf vier vermehren, muss das verzeihen aufhören.

Jemand verwandelt die Tatsache, dass er mich verletzt in Gewohnheit und er darf dieses Privileg nicht haben. Er darf seinen Platzhalter in meinem Leben nicht mehr haben.

Langsam lerne ich, wie einfach es ist Besessenheit mit Liebe zu verwechseln.

Es ist keine Liebe, wenn die Emotionen nur einseitig und unerwiedert  sind. Es ist nicht Liebe, wenn eine Person gibt, die andere nimmt, ohne jemals die Rollen zu tauschen.

Es ist nicht Liebe, wenn nur einer sich bemüht, und der andere nur schaut wie die Beziehung zusammenbricht und zu Schutt wird.

Langsam lerne ich, dass es bei Stärke nicht darum geht, sich zu behaupten oder nicht aufzugeben, wenn es in der Beziehung ausweglos scheint.

Stärke heißt den Standard hoch halten und zu erwarten mit einem gewissen Maß an Respekt behandelt zu werden. Stärke ist, zu wissen, wenn die Beziehung nicht mehr gerettet werden kann.

Stärke ist zu wissen, wann man den Menschen, der dir alles bedeutet, loslassen muss, auch wenn du weißt, dass es das letzte ist, was du tun würdest.

Ich fange langsam  an, den Unterschied zwischen einer gesunden und einer ungesunden Zuneigung zu lernen. Es ist nicht “süß”, wenn jemand kontrolliert welche Kleidung du anziehst und welche Freunde gut für dich sind, weil er Angst hat dich zu verlieren. Es ist nicht “niedlich“ wenn dich jemand küsst, obwohl du es nicht willst, nur weil er  die Hände nicht von dir lassen kann.

Es ist kein Kompliment, wenn sich jemand unangebracht benimmt und sein schlechtes Benehmen damit rechtfertigt, dass er dich so sehr liebt.

Ich fange langsam an zu lernen, dass Liebe und Schmerz zwei verschiedene Dinge sind. Sie müssen nicht Hand in Hand miteinander gehen. Missverständnisse müssen nicht mit einem Streit enden.

Streite müssen nicht in Tränen enden. Tränen müssen nicht mit schlafen auf der Couch enden.

Langsam lerne ich, dass ich nicht die Hölle als Ersatz für den Himmel, akzeptieren muss, und ich Schmerz nicht mit Leidenschaft verwechseln darf.

Ich fange an zu lernen, dass Liebe nicht so sehr weh tun muss. Liebe ist nicht, mitten in der Nacht,  betrunken mit jemandem zu streiten, oder schreiend übereinzustimmen. Bei der Liebe geht es nicht um Eifersucht und Kontrolle. Liebe ist nicht wachsender Groll und anhaltender Schmerz.

Langsam fange ich an zu verstehen, dass Liebe Frieden bringen sollte, dass sie dich innerlich nähren sollte.

Ich fange an zu verstehen, dass die Liebe dazu bestimmt ist, um zu heilen umd nicht um zu verletzen…

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